Knotenfestigkeit:
Geeignete Schnur:
Verwendungszweck:
Auch bekannt als:

Bis über 85% der linearen Schnurstärke
Monofilament
Seitenarm an eine Schnur binden
Verbesserter Schmetterlingsknoten, Lineman`s loop, alpine butterfly knot,

 

Der Schmetterlingsknoten kommt aus dem alpinen Kletterbereich und bildet eine feste Schlaufe an einer beliebigen Stelle eines Seils. Unter den Namen "Lineman`s Loop" auch unter einigen Anglern bekannt.

Ich prüfte, vor allem wegen der leichten Bindeweise, ob der Knoten für den Angelbereich zur Erstellung eines Seitenarms tauglich ist. Getestet mit 0,40er Mono kamen enttäuschende Ergebnisse heraus die gerade mal um die 60% der linearen Schnurstärke lagen. Zuwenig für einen guten Angelknoten und versuchte es mit einer kleinen Modifizierung. Ich erzeugte mit der Schlaufe eine zweite Windung, über die um die Finger gelegten Schnüre. Die neuen Testergebnisse ergaben eine bis zu 20% höhere Knotenfestigkeit als der original Knoten und erhöhte sich noch bei einer dritten Windung. Drei Windungen verlangen aber etwas Übung beim Binden. Mit einer Knotenfestigkeit (gemessen durch Zug an den beiden Hauptschnüren) bis über 80%, ist er als Seitenarmknoten für monofile Angelschnüre  gut geeignet. Die modifizierte Version erhielt den Namen "Verbesserter Schmetterlingsknoten".

 

Seitenarme an Vorfach oder Hauptschnur lassen sich vielseitig verwenden. Zum Beispiel als Mundschnur für Pilk, Butt- und Brandungsangelmontagen. Futterkörbe oder Grundbleie können an Seitenarme befestigt werden.

 

Bindetechnik: Der Knoten lässt sich schnell und ohne Schwierigkeit über die Finger der ausgestreckten linken Hand binden. Mit 3 Windungen gebunden (empfohlen bei Schnüren unter 0,40mm), wird das Binden etwas schwieriger und es kann vor allem beim Zusammenziehen zu Komplikationen kommen. Mit 3 Windungen gebunden sieht der Knoten schon recht kräftig in der Form aus, hat jedoch eine sehr hohe Bruchfestigkeit.

 

Schritt 1 +2:

Die Schnur, wie auf der Zeichnung in Schritt 1, drei Mal über Zeige,- Mittel - und Ringfinger wickeln. Der Daumen hält die nach oben führende Schnur fest und der kleine Finger, presst die drei Schnurwindungen leicht an den Ringfinger. So gehalten können sich auch steife Schnüre nicht wieder von der Hand lösen. In Schritt 2 wird die in der Mitte liegenden Schnur unter die Erste geschoben.

 

Schritt 3 bis 5:

Nun einfach mit der entstandenen Schlaufe, 2 oder 3 Mal die verbleibenden beiden Schnüre im Handinneren umwickeln.

 

Schritt 6:

Das Schnurgebilde kann von der Hand gestreift werden. Die beiden Hauptschnüre langsam Straffziehen. Die Seitenarmschlaufe kann auch vorsichtig mit den Zähnen gefasst werden dann bildet sich der Knoten beim Straffziehen leichter.

 

Schritt 7 + 8:

In der Seitenarmschlaufe können nun Vorfächer, Wirbel oder direkt ein Öhrhaken eingeschlauft werden. Wenn die Schlaufe am Knoten durchtrennt wird, erhält man einen Seitenarm für z.B. Grundblei, Springerfliege oder Beifänger zum Pilken.

 

 Ein Schnurbruch geschieht an der Hauptschnur hinter einen der ineinandergreifenden Überhandknoten. Überhandknoten zerschneiden die Schnur bei starker Straffung. Durch die mit der Schlaufe erzeugten zusätzlichen Windungen in der Mitte des Knotens werden die Überhandknoten etwas in die Länge gezogen. Auch bei starkem Zug (Schockbelastung) erhöht diese Bindetechnik die Knotenfestigkeit.

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