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Der Schmetterlingsknoten kommt aus dem alpinen Kletterbereich und bildet
eine feste Schlaufe an einer beliebigen Stelle eines Seils. Unter den
Namen "Lineman`s Loop" auch unter einigen Anglern bekannt.
Ich prüfte, vor allem wegen der leichten Bindeweise, ob der Knoten für
den Angelbereich zur Erstellung eines Seitenarms tauglich ist. Getestet
mit 0,40er Mono kamen enttäuschende Ergebnisse heraus die gerade mal um
die 60% der linearen Schnurstärke lagen. Zuwenig für einen guten
Angelknoten und versuchte es mit einer kleinen Modifizierung. Ich erzeugte
mit der Schlaufe eine zweite Windung, über die um die Finger gelegten
Schnüre. Die neuen Testergebnisse ergaben eine bis zu 20% höhere
Knotenfestigkeit als der original Knoten und erhöhte sich noch bei einer
dritten Windung. Drei Windungen verlangen aber etwas Übung beim Binden. Mit einer Knotenfestigkeit
(gemessen durch Zug an den beiden Hauptschnüren) bis über 80%, ist er als Seitenarmknoten für
monofile Angelschnüre gut geeignet. Die modifizierte Version erhielt den Namen
"Verbesserter Schmetterlingsknoten".
Seitenarme an
Vorfach oder Hauptschnur lassen sich vielseitig verwenden. Zum Beispiel
als Mundschnur für Pilk, Butt- und Brandungsangelmontagen. Futterkörbe
oder Grundbleie können an Seitenarme befestigt werden.
Bindetechnik: Der Knoten lässt sich schnell und ohne
Schwierigkeit über die Finger der ausgestreckten linken Hand binden. Mit 3
Windungen gebunden (empfohlen bei Schnüren unter 0,40mm), wird das Binden
etwas schwieriger und es kann vor allem beim Zusammenziehen zu
Komplikationen kommen. Mit 3 Windungen gebunden sieht der Knoten schon
recht kräftig in der Form aus, hat jedoch eine sehr hohe Bruchfestigkeit.
Schritt 1 +2:
Die Schnur, wie auf der Zeichnung in Schritt 1, drei Mal über Zeige,-
Mittel - und Ringfinger wickeln. Der Daumen hält die nach oben führende
Schnur fest und der kleine Finger, presst die drei Schnurwindungen leicht
an den Ringfinger. So gehalten können sich auch steife Schnüre nicht
wieder von der Hand lösen. In Schritt 2 wird die in der Mitte liegenden
Schnur unter die Erste geschoben.
Schritt 3 bis 5:
Nun einfach mit der entstandenen Schlaufe, 2 oder 3 Mal die verbleibenden
beiden Schnüre im Handinneren umwickeln.
Schritt 6:
Das Schnurgebilde kann von der Hand gestreift werden. Die beiden
Hauptschnüre langsam Straffziehen. Die Seitenarmschlaufe kann auch
vorsichtig mit den Zähnen gefasst werden dann bildet sich der Knoten beim
Straffziehen leichter.
Schritt 7 + 8:
In der Seitenarmschlaufe können nun Vorfächer, Wirbel oder direkt ein
Öhrhaken eingeschlauft werden. Wenn die Schlaufe am Knoten durchtrennt
wird, erhält man einen Seitenarm für z.B. Grundblei, Springerfliege oder
Beifänger zum Pilken.


Ein Schnurbruch geschieht an der Hauptschnur hinter einen der
ineinandergreifenden Überhandknoten. Überhandknoten zerschneiden die
Schnur bei starker Straffung. Durch die mit der Schlaufe erzeugten
zusätzlichen Windungen in der Mitte des Knotens werden die Überhandknoten etwas in die Länge
gezogen. Auch bei starkem Zug (Schockbelastung) erhöht diese Bindetechnik
die Knotenfestigkeit.
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